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Etwas Theorie zum Tantra

 

Yoga und Tantra sind zwei sich liebende Geschwister, die sich mal aus dem Auge verlieren, mal wieder zusammenfinden. Beide basieren auf einer alten Lehre vom Menschen, von Körper und Geist, der Lehre von unseren Energiezentren (Chakras) und dem Spüren der Lebenskraft, und sie sind mit ähnlichen spirituellen Denkmodellen verknüpft.

 

Im Unterschied zum weitgehend asketisch-puritanischen Yoga hat Tantra einen mehr hedonistischen Ansatz, der auch unser instinktiv verankertes sexuelles Verlangen mit einbezieht. Dadurch wird ein Raum von sehr starken affektiv-mentalen Energien aufgespannt, die am Anfang vielleicht etwas schwierig auszuhalten sind. Daher ist es gut, wenn wir uns mit Yoga erst etwas vortrainieren, angefangen bei einem achtsamen Umgang mit unseren Knien und unserem Rücken, bis hin zum längeren Halten der Aufmerksamkeit, und des Gleichgewichts.

 

Im einer klischeehaften Vorstellung wird Tantra oft reduziert auf Räucherstäbchen-Sex oder erotische Massage. Das Wesentliche im Tantra liegt aber nicht einfach in solchen Handlungen, sondern in einer geschärften, feinfühligen, introspektiven und empathischen Wahrnehmung, vielleicht auch im Sinne der Altgriechischen Tempelinschrift "Γνῶθι σαυτόν" (Erkenne dich selbst). Wir versuchen die Welt und uns selbst zu erkennen ohne sofort zu bewerten. Wir bekommen ein Gefühl dafür, wie Gedanken, Emotionen und vegetative Prozesse zusammenwirken, wir lernen den Geist bewusst zur Ruhe zu bringen oder zu wecken. Damit ist Tantra auch eine alte Lehre, die in die moderne Psychologie mündet. Im Gegensatz zu vielen Religionen, die mehr oder weniger auf Glaubenssätzen aufbauen, steht im Tantra die nackte Klarheit im Vordergrund, tabulos, schlicht, authentisch, ohne Hintergedanken, ohne Schuld und Sünde, ohne den fundamentalen Gegensatz von Gut und Schlecht, von Himmel und Hölle.